Bauchhypnose bei Reizdarmbeschwerden

 

Was ist ein Reizdarmsyndrom (RDS)?

Reizdarmsyndrom wird von Ärzt:innen in der Regel dann diagnostiziert (Rom-IV-Kriterien), wenn seit mindestens 6 Monaten wiederholte Bauchschmerzen, durchschnittlich mindestens einmal pro Woche in den letzten drei Monaten, zusammen mit mindestens 2 der folgenden Kriterien aufgetreten sind:

  • Zusammenhang mit der Stuhlentleerung
  • Veränderte Stuhlfrequenz
  • Veränderste Stuhlkosistenz

Andere medizinische Ursachen müssen davor von ärztlicher Seite differentialdiagnostisch abgeklärt worden sein.

Drei Subtypen wurden definiert:

  • RDS-D verbunden mit Diarrhoe
  • RDS-C verbunden mit Obstipation
  • Mischtyp

 

Wie kann Bauchhypnose Sie unterstützen?

Basierend auf Forschungen, auch von Frau Dr.in Moser (AKH Wien), wurde die Bauchhypnose neben anderen Empfehlungen in die S3 Leitlinie für die Therapie des Reizdarmsyndroms aufgenommen. Das Ziel ist das Erwerben mentaler Techniken und Fähigkeiten, um die Darmtätigkeit auf Basis des Wissens um die Gehirn-Bauch-Achse positiv beinflussen zu können. 

 

Ablauf einer Behandlung mit Bauchhypnose

Für eine Bauchypnose werden in der Regel 10 bis 12 Sitzungen veranschlagt, Follow-up Sitzungen können bei Bedarf angeboten werden.

Nach einer ausführlichen Anamnese und Aufklärung über den Ablauf der Bauchhypnose werden in den ersten zwei Sitzungen Trancereisen zur Stabilisierung angeboten.

Ab der 3. Sitzung werden auf die Person und die Beschwerden abgestimmte Bilder im Rahmen einer hypnotischen Trancereise vermittelt. Als besonders effektiv erweist es sich in der Regel, wenn ab 3. Sitzung selbst zu Hause mit entsprechender Tranceanleitung regelmäßig geübt wird.

In den letzten Sitzungen wird an Bildern der genussvollen Nahrungsaufnahme und an der Verankerung der erworbenen positiven Fertigkeiten gearbeitet.